Der Ort nimmt im Remstal eine eher ungewöhnliche Lage ein, nämlich mitten im Hang. Während praktisch alle Orte im Remstal im Talgrund gegründet wurden, breitet sich Rohrbronn auf einer gewissen Verebnung des Hanges aus, die in erster Linie auf die Gesteinsschichtung zurückzuführen ist. Durch diese Lage hat man von hier aus einen ungewöhnlichen schönen Blick ins Tal. Die Sicht auf Winterbach und die dunklen Höhen des Schurwaldes dahinter, aber auch talabwärts auf den waldkappenbedeckten Schönbühl kann nicht anders als reizend, ja als überaus eindrucksvoll bezeichnet werden. Umgekehrt bleibt auch der Blick auf Rohrbronn vom Talhang oberhalb Winterbach beeindruckend, zumal wenn der ganze Hang vom Sonnenlicht überflutet vor uns liegt.
So schwärmt der Geologe Helmut Bauer in seiner „Geologie und Landschaft um Rohrbronn.“ Besser kann man die Lage von Rohrbronn nicht beschreiben.


Rohrbronn ein Dorf im Mittleren Remstal, ist der östlichste, und zugleich kleinste der fünf Teilorte der Gemeinde Remshalden. Es ist der Sonnenbalkon der „Schwäbischen Toskana“, wie das Mittlere Remstal oft bezeichnet wird, harmonisch eingebettet in Weinberge und Streuobstwiesen.
Rohrbronn ist Ausgangs- und Zielort für interessante und schöne Wanderungen auf dem Höhenweg. Entweder nach Westen über die Buocher Höhe nach Buoch und weiter nach Korb, oder nach Osten über den Holzberg nach Schorndorf, beziehungsweise über Mannshaupten nach Schornbach.
Ein Nachmittagsspaziergang entlang des Talrandes zum Bauersberger Hof, oder auf dem Naturlehrpfad, ausgehend vom Waldparkplatz, mit herrlicher Aussicht ins Remstal und Blick bis zu den den Kaiserbergen Hohenstaufen, Stuifen und Rechberg im Osten und bis nach Waiblingen im Westen ist ein besonderer Genuss.
Besonders stolz ist Rohrbronn auf sein Freibad, das „Bädle“, sowie sein Gemeindehaus. Beide Einrichtungen sind entstanden aus Bürgerinitiativen in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung Remshalden. Für ein Dorf in dieser Größe keine Selbstverständlichkeit.
War Rohrbronn in früheren Zeiten überwiegend landwirtschaftlich geprägt, so befindet sich die Existenzgrundlage seiner Bürger heute, bis auf wenige Ausnahmen, im Handwerk und in der Industrie der Region.
Die Vereine, ebenso wie die evangelische Kirchengemeinde, spielen im Ort als Träger des kulturellen Lebens eine wichtige Rolle, sie sind Treffpunkt für alle Alters- und Interessengruppen.
Viele Bewohner engagieren sich in mehreren Vereinen. Rohrbronn hat rund 670 Einwohner (Stand 2012).
Übrigens wussten Sie, dass Rohrbronn einmalig ist auf der Welt. Es gibt nur einen Ort mit dem Namen Rohrbronn.

Die frühe Geschichte von Rohrbronn ist eng verbunden mit der Geschichte von Winterbach.
Winterbach war Königsgut der fränkisch -salischen Kaiserdynastie. Nach dem Tode von Heinrich V. im Jahre 1125 erlosch die hundertjährige Herrschaft der Salier, Heinrich vererbte seinen Besitz an seinen Neffen den Schwabenherzog Friedrich II. von Hohenstaufen. Als am 29. Oktober 1268 der letzte Staufer Konradin, 16-jährig, zusammen mit seinem Freund dem Zähringer Friedrich von Baden und Österreich, in Neapel mit dem Schwert hingerichtet wurde, bedeutete dies das Ende des Stauferreichs und somit auch das Ende der Reichsgrundherrschaft Winterbach. Dies machten sich die Grafen von Wirtemberg zu Nutze und eigneten sich das Königsgut Winterbach an.
Irgendwann im Laufe dieser Zeit wurde mit der Rodung des Waldes auf dem Berghang begonnen, und die Geschichte von Rohrbronn nahm seinen Lauf. Bis dahin existierte dort nichts anderes als eine abgelegene Waldweide von Winterbach
„Urkundliche Hinweise aus dem 15./16. Jh. und Ergebnisse der Siedlungsforschung lassen darauf schließen, dass die Ausbausiedlungen Manolzweiler, Kikishardt (Engelberg) und Rohrbronn im 9. /10. Jh. entstanden sind. Keinesfalls gehören sie in die vorkarolingische Zeit, denn erst im 9. Jahrhundert nahm man die Gipsmergel und Liasböden unter den Pflug.
Diese Böden mögen damals größtenteils mit Wald bewachsen, teils auch Öden gewesen sein. Über dieses unbebaute Land verfügte der Kaiser, und in seinem Auftrag bestellten es die Grafen. Der Nutzen - die Jagd und evtl. die Waldweide - war gering. So waren die Grundherren wegen der Rentabilität an der Vergabe als Lehensgut sehr interessiert.“
Lothar Reinhard, Die Ausbaussiedlungen um Winterbach Winterbacher Heimat Heft 1
Zum ersten Mal schriftlich erwähnt wurde Rohrbronn im Jahre 1400 in einem Zinsbuch (Lagerbuch) der Vogtei Schorndorf. Zu diesem Zeitpunkt hatte Rohrbronn sieben Behausungen und war die Heimat von etwa 40 Bewohnern.

1400-1550 Hauptrodezeit auf der Gemarkung Rohrbronn. In dieser Zeit wurde die landwirtschaftliche Nutzfläche mehr als verdreifacht. Ebenso wurde mit der Anlage von Rebland begonnen, sowohl im oberen als auch im unteren Teil der Gemarkung.
1514 kam es zu einem Bauernaufstand, der unter dem Namen „Armer Konrad“ in die Geschichte einging. Missernten und die Verschwendungssucht von Herzog Ulrich und den daraus folgenden ungerechten Steuern lösten den Aufstand aus. Der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen, die Anführer wurden in Schorndorf mit dem Schwert hingerichtet. Viele Wortführer flüchteten. Unter ihnen war ein Rohrbronner Bürger namens Ruchmayer.
Das 17. Jahrhundert war geprägt von Kriegen, Pest und Hungersnöten, von denen auch Winterbach und seine “Staabsgemeinden” Rohrbronn, Hebsack, Manolzweiler, Schlichten und Baiereck nicht verschont blieben.
Da war zunächst der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) und die durch das Kriegselend ausgelöste Pest.
So schrieb der damalige Winterbacher Pfarrer J. Schweitzer im Jahre 1635: „ Die Pest, gefördert durch das kriegsbedingte Elend der Menschen, raffte in Winterbach so viele Menschen dahin, dass der Platz auf dem bei der Kirche gelegenen Friedhof für die Toten nicht mehr ausreichte und ein weiterer Friedhof außerhalb des Dorfes angelegt werden musste“.
Anschließend die Franzosenkriege (Pfälzischer Erbfolgekrieg 1688 – 1697), Tausende Wirtemberger kämpften in fremden Diensten unter anderem gegen die Türken, als die Soldaten Ludwig des XIV. Süddeutschland ohne Kriegserklärung überfielen, wobei es Schwaben besonders schwer traf. Der berüchtigte General Melac brachte im Dezember 1688 Esslingen, den Asperg, Tübingen und Stuttgart zur Übergabe Nur Schorndorf hielt sich, durch die zu allem entschlossenen „Schorndorfer Weiber“. Dies alles bedeutete viel Leid und Not für die Bevölkerung des Remstals. In dieser Zeit konnten keine neuen Rodungen durchgeführt werden, zuerst musste das verwüstete Land wieder aufgebaut werden.


Auch das 18. Jahrhundert begann mit Krieg. Der Spanische Erbfolgekrieg (1701-1714) zeigte auch im Remstal seine Auswirkung. Französische Truppen belagerten Schorndorf und am 15. Juni 1707 wurde die Stadt übergeben. Da die Soldaten ihre Verpflegung und das Futter für ihre Pferde dort requirierten, wo sie einquartiert waren, wurden nicht nur aus Winterbach und Engelberg, sondern auch aus Rohrbronn, Hebsack und Baiereck große Schäden an Gebäuden und durch Plünderungen gemeldet. Aber auch Positives gibt es zu berichten. Es wurde viel neues Ackerland erschlossen. 1712 hatte Rohrbronn 86 Einwohner.
1805, zu Beginn des 3. Koalitionskrieges, zog das Französische Heer unter der Führung von Napoleon Bonaparte durch das Remstal nach Ulm gegen das österreichische Heer von General Mack. Auch dabei musste die Bevölkerung Verpflegungs- und Quartierleistungen erbringen. Ebenso wurde sämtliches Zugvieh (Pferde und Ochsen samt Wagen) beschlagnahmt.
So schreibt Amtmann Theurer aus Winterbach nach einer Aufforderung das Zugvieh nach Schorndorf zu stellen an das Oberamt: „Dass von Winterbach und Hebsack bereits alles abgegangen sei und in Rohrbronn sich 0 Zugvieh befinde“.
In politischer Hinsicht seit ältesten Zeiten mit Winterbach verbunden, löste sich Rohrbronn 1809, um mit Hebsack eine Gemeinde zu bilden.
Es gehörte ab 1819 nochmals zu Winterbach und wurde 1828 zur selbstständigen Gemeinde erhoben.
Rohrbronn bestand 1812 aus 41 Häusern und hatte 320 Einwohner.
Eine der schlimmsten Missernten seit Menschengedenken verursachte eine europaweite Hungerkatastrophe. 1815 explodierte die indonesische Insel Tambora durch einen Vulkanausbruch. Aschepartikel und eine 70 Kilometer hohe Schwefelsäule veränderten das globale Klima. Die Folgen waren auch im Remstal zu spüren, keine Sonne, viel Regen. Das Korn auf den Feldern wurde nicht reif.1816 ging als das Jahr ohne Sommer in die Geschichte ein.
Mitte des 19. Jahrhunderts kam in Württemberg eine neue Rodungsperiode in Gang. Auf Bitte der Gemeinde Rohrbronn genehmigte 1845 die königliche Finanzkammer die Neubrüche Kohlplatte und Hofäcker mit insgesamt 38 Morgen.

1851 erschien, herausgegeben vom Königlichen statistisch-topographischen Bureau eine Beschreibung des Oberamtes Schorndorf.
Darin ist u.a. zu lesen:
1859 brach in Rohrbronn die Ruhr aus. Innerhalb von sechs Wochen waren 29 Todesfälle zu beklagen.
Am 5. März 1865 wurde aufgrund der Genehmigung der Kreisregierung in Ellwangen und des evangelischen Konsistoriums ein eigener Friedhof eingeweiht. Vorher wurden die Toten in Winterbach beerdigt.
1872 Gründungsjahr der Freiwilligen Feuerwehr.
Durch mündliche Überlieferungen ist bekannt, dass bereits 1872 Feuerwehrleute im Dorf ihren Dienst taten, deshalb gilt 1872 als Gründungsjahr der freiwilligen Feuerwehr Rohrbronn.
1913/14 erfolgte eine Flurbereinigung im „unteren“ Teil der Markung und damit verbunden der Bau von Feldwegen
1914 wurde erstmals die gesamte Welt mit einem Krieg überzogen. Auch Rohrbronner wurden in den Krieg geschickt. Elf kehrten nicht zurück.
Neben dem Kirschenanbau widmeten sich die Rohrbronner nun verstärkt auch dem Beerenanbau, insbesondere stießen Erdbeeren, „Breschtlinge“ genannt, auf ihr Interesse. Die Erdbeeren wurden gut bezahlt und fanden reißenden Absatz. Dies war der Anfang von einem kleinen Wohlstand.


1920/21 wurden vom Landkreis Obstbauinspektoren als Fachberater eingesetzt.
Im 14. Dezember 1920 wurde der Gesangverein Eintracht Rohrbronn gegründet.
Ab der Weihnachtszeit 1924 wurde auch Rohrbronn durch elektrisches Licht erhellt. Neben dem Vorteil des helleren Lichtes wurde die elektrische Kraft als ein wunderbares Geschenk empfunden, weil die zuvor mühselig mit Muskelkraft betriebenen Maschinen nun deutlich leichter zu handhaben waren.
1927 wurde der „obere“ Teil der Markung flurbereinigt. Mit dem Bau von Feldwegen konnten nun auch Kühe als Zugtiere eingesetzt werden. Pflug und Egge ersetzten langsam den Spaten.
1929/1930- Gründung des Obstbauvereins Rohrbronn, dem heutigen Obst -und Gartenbauverein.
1939 begann der nächste große Krieg und entwickelte sich zum 2. Weltkrieg. Auch Rohrbronner wurden wieder in den Krieg geschickt. Diesmal kehrten 20 Männer nicht mehr zurück.
„Eine Volksschule bestand schon immer in Rohrbronn“, schrieb Rudolf Stadelmann der letzte Bürgermeister von Rohrbronn in seinen Erinnerungen. „Es war auch immer ein Lehrer hier“. 1826/27 wurden bei 320 Einwohnern in sieben Klassen insgesamt 74 Schulkinder gezählt. Üblicherweise schwankte die Zahl der schulpflichtigen Kinder zwischen 40 und 50.
Ab 1966, im Rahmen der Schulreform, wurde vom Oberschulamt angeordnet, dass die Rohrbronner Hauptschüler, d.h. die Klassen 5 – 9 nach Geradstetten zur Schule mussten. Später gingen dann auch die Grundschüler nach Geradstetten zur Schule. Im Jahr 1971 waren es 74 Kinder, die in verschiedene Schulen gingen. „Somit wurde die vielen in Erinnerung gebliebene Dorfschule aufgehoben... und die Kinder mit Omnibussen zur Grund- und Hauptschule nach Geradstetten gefahren“.
Obwohl politisch getrennt, gehörte Rohrbronn ebenso wie Hebsack kirchlich zu Winterbach. 1959 wird das Vikariat Winterbach in ein Parochialvikariat mit Sitz in Hebsack umgewandelt Der Vikar von Hebsack war nun auch für Rohrbronn zuständig.
Jahrhunderte lang gehörte Rohrbronn ebenso wie auch Hebsack kirchlich zu Winterbach. Zum Gottesdienst musste man den Berg hinab. Der Andrang muss gewaltig gewesen sein. In einer Urkunde von 1605 wurden die „Filialisten“ beschuldigt „dass sie die Winterbacher Weiber neben und hinter sich trieben“ um die besten Plätze auf der Kirchenempore zu bekommen
Nachdem 1960 das Grundstück erworben wurde, erfolgte 1964/1965 der Bau der evangelischen Christuskirche. Am 11. Okt. 1964 war die Grundsteinlegung. Die Glocken wurden, mit Girlanden umkränzt, am 28. April 1965 festlich in das Dorf geholt. Die Einweihung der Kirche erfolgte am 10. Okt. 1965.

Die Kirche als Sammelpunkt der Gemeinde, Umschlagplatz des Evangeliums von Jesus Christus, dessen Namen sie trägt. 1965 beschließt der Kirchengemeinderat von Rohrbronn die Lösung von Winterbach. Am 5.12.1965 wird Rohrbronn mit Hebsack die ständige Pfarrverweserei Hebsack. 1973 wird die Pfarrverweserei Hebsack zum ständigen Pfarramt erhoben. Hebsack und Rohrbronn bilden nun zusammen eine Evangelische Kirchengemeinde, die von einem gemeinsamen Kirchengemeinderat und Pfarrer geleitet wird.
Mit zunehmender Einwohnerzahl trat die geordnete Abwasserbeseitigung verstärkt in das Bewusstsein. Am 17. Dezember 1971 wurde die eigene Kläranlage ihrer Bestimmung übergeben. Sie versah ihren Dienst bis sie 1996/97 zum Regenüberlaufbecken umgebaut und der Anschluss an die Sammelkläranlage hergestellt wurde.
01. 01. 1972 erste Stufe der Gemeindereform. Geradstetten, Hebsack und Rohrbronn schlossen sich zusammen. Der letzte Bürgermeister von Rohrbronn hieß Rudolf Stadelmann. Die letzten Gemeinderäte waren Wilhelm Oesterle, Ernst Haller sen. , Karl Bühner, Max Waibel, Erwin Mayer und Karl Benzenhöfer.
Nach dem Zusammenschluss war Rohrbronn nur noch mit drei Gemeinderatssitzen vertreten. Diese wurden aus der Mitte des alten Gemeinderats gewählt. Es waren Ernst Haller sen. , Max Waibel und Erwin Mayer.
„Weil nun Rohrbronn eben einmal eine kleine Gemeinde ist“, berichtete Rudolf Stadelmann, „wird sie am meisten berührt durch das Gesetz zur Stärkung der Verwaltungskraft kleiner Gemeinden. ... Am 7. und 8. Juni 1969 fand in Ebni eine Tagung zum Thema kommunale Zusammenarbeit statt. Seitdem waren Bestrebungen im Gange, um auf manchen Gebieten, zunächst einmal mit Geradstetten, zusammenzuarbeiten. Zu diesem Zweck wurde ein Nachbarschaftsausschuss gebildet... eine Vereinbarung über die Eingliederung der Gemeinden Hebsack und Rohrbronn wurde ausgearbeitet und so wurde zum 1. Januar 1972 der Zusammenschluss vollzogen. Mit diesem Termin hat die selbständige Gemeinde Rohrbronn aufgehört zu existieren.“
10. 01. 1974 - Eröffnung des Rohrbronner Kindergartens. Damit waren die Zeiten vorbei, in denen die Rohrbronner Kinder in den Hebsacker Kindergarten geschickt werden mussten.
Derzeit (im Jahre 2000) besuchen ca. 39 Kinder den zweizügigen Kindergarten.
01. 10. 1974 - zweite Stufe der Gemeindereform, Buoch, Geradstetten, Grunbach, Hebsack und Rohrbronn schlossen sich zur Gemeinde Remshalden zusammen.
1974 hatte Rohrbronn 664 Einwohner.
„Im Sommer 1971“, erinnerte sich Rudolf Stadelmann, „fanden verschiedene Sitzungen... als Vorbereitung für einen weiteren, also für einen Fünferzusammenschluss, statt. Es wurden städtebauliche Gutachten in Auftrag gegeben. Es wurde geplant und geplant... anlässlich des autobahnähnlichen Ausbaus der B29, aber auch über ein gemeinsames Verwaltungszentrum zwischen Grunbach und Geradstetten, was zur Schaffung einer neuen Gemeinde im mittleren Remstal beitragen soll und notwendig ist. In einer gemeinsamen Sitzung der fünf Gemeinden am 23.12.1973 wurden die Verhandlungen über einen freiwilligen Zusammenschluss erfolgreich abgeschlossen. Das nun zum Teilort gewordene Rohrbronn ist in der Gesamtgemeinde nur noch mit zwei Sitzen im Gemeinderat vertreten. Bei der ersten Gemeinderatswahl wurden Max Waibel und Klaus Böhringer gewählt. Das Ziel der Landesregierung, eine leistungsstarke Kommune aufzubauen, ist nun erreicht. Jedoch die Bürgernähe in der Verwaltung ist nicht immer gegeben. Das Rathaus steht eben in Geradstetten. Die Dienststunden auf dem Rathaus Rohrbronn werden immer weniger... die Auffüllplätze wurden geschlossen und die Müllabfuhr eingeführt. .. auch Otto Baun, der Büttel, als Ausrufer der amtlichen Bekanntmachungen hat seine Tätigkeit eingestellt. Amtliche Mitteilungen werden nun im Mitteilungsblatt veröffentlicht.
Rohrbronn veränderte nachhaltig sein Gesicht als im Oktober 1978 mit dem längst fälligen Ausbau der Ortsdurchfahrt begonnen wurde. Dieser zog umfangreiche Eingriffe in die Bausubstanz angrenzender Grundstücke nach sich.
Große Aufmerksamkeit wurde dem Verkehr geschenkt, insbesondere dem Omnibusverkehr. Dazu wurde eine Wendeschleife angelegt. Entstanden ist in diesem Bereich auch ein Brunnen aus Travertinsteinen


15.02.1979: Gründung der „Interessengemeinschaft Vereinsraum Rohrbronn“ (später ”Interessengemeinschaft Rohrbronner Vereine”) durch die Vorstände der Rohrbronner Vereine. Ziel des Vereins war der Bau einer Vereinsunterkunft.
22.07.1979: erste Rohrbronner Dorfhocketse der Interessengemeinschaft Vereinsraum Rohrbronn
1980/81: Aussegnungshalle fertiggestellt und die Friedhofserweiterung abgeschlossen
12.05.1981: Gründung der Gymnastikgruppe Rohrbronn e. V.
1987: Renovierung der Kelter durch die Rohrbronner Vereine
1988: Schließung des Freibads wegen unzureichender Wasserqualität
09.12.1988: Richtfest Gemeindehaus
1989: Abschaffung der unechten Gemeinderatswahl, die Rohrbronn zwei Sitze im Gemeinderat garantierte. Direkt gewählt wurde als einziger Rohrbronner Ernst-Friedrich Haller.
03.11.1989: Einweihung des Gemeindehauses im Rahmen einer Festwoche.
1991: Umgestaltung der Königsteinstraße im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramms. Vor dem Alten Schul- und Rathaus wurde ein abgestufter Vorplatz angelegt und ein Brunnen gebaut. Das Alte Schul- und Rathaus wurde grundlegend saniert. Es wurden drei Wohnungen mit insgesamt 275 qm Wohnfläche eingebaut.
30.08.1991: Gründung des Fördervereins Rohrbronner Bädle e.V.
1992: Anlage eines Kinderspielplatzes im alten „Schulgarten“ mit Unterstützung einiger Väter
1994: Erschließung des Baugebiets Kirchberg östlich der Kelter, heute Geschwister-Scholl-Straße
11.03.1995: Veranstaltung des ersten Rohrbronner Dorfabends durch die Rohrbronner Vereine


21.07.1995: Spatenstich am Rohrbronner Bädle
1996:2. Platz im Kreiswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“
31.05.1997: Wiedereröffnung Rohrbronner Bädle.
25.07.1998: 2. Platz von 71 Teilnehmern beim Großen Maibaumwettbewerb der Stuttgarter Prominentenkicker. Der Preis wurde unter der König-Karls-Brücke in Cannstatt verliehen.
15.01.2000: Auszeichnung des Fördervereins Rohrbronner Bädle im Rahmen des Wettbewerbs kommunaler Bürgeraktionen im Stuttgarter Neuen Schloss durch Ministerpräsident Erwin Teufel und Innenminister Thomas Schäuble.
05./06.08.2000 600 Jahr Feier mit einer historischen Dorfhocketse und einer nostalgischen Ausstellung im Gemeindehaus.
14.12.2001: Gründung der Dorfgemeinschaft Rohrbronn e.V. aus der Interessengemeinschaft Rohrbronner Vereine