Geschichte

Die frühe Geschichte von Rohrbronn ist eng verbunden mit der Geschichte von Winterbach.

Winterbach war Königsgut der fränkisch -salischen Kaiserdynastie. Nach dem Tode von Heinrich V.  im Jahre 1125 erlosch die hundertjährige Herrschaft der Salier, Heinrich vererbte seinen Besitz an seinen Neffen den Schwabenherzog Friedrich II. von Hohenstaufen. Als am 29. Oktober 1268 der letzte Staufer Konradin, 16-jährig, zusammen mit seinem Freund dem Zähringer Friedrich von Baden und Österreich, in Neapel mit dem Schwert hingerichtet wurde, bedeutete dies das Ende des Stauferreichs und somit auch das Ende der Reichsgrundherrschaft Winterbach. Dies machten sich die Grafen von Wirtemberg zu Nutze und eigneten sich das Königsgut Winterbach an.

Irgendwann im Laufe dieser Zeit wurde mit der Rodung des Waldes auf dem Berghang begonnen, und die Geschichte von Rohrbronn nahm seinen Lauf. Bis dahin existierte dort nichts anderes als eine abgelegene Waldweide von Winterbach

„Urkundliche Hinweise aus dem 15./16. Jh. und Ergebnisse der Siedlungsforschung lassen darauf schließen, dass die Ausbausiedlungen Manolzweiler, Kikishardt (Engelberg) und Rohrbronn im 9. /10. Jh. entstanden sind. Keinesfalls gehören sie in die vorkarolingische Zeit, denn erst im 9. Jahrhundert nahm man die Gipsmergel und Liasböden unter den Pflug.

Diese Böden mögen damals größtenteils mit Wald bewachsen, teils auch Öden gewesen sein. Über dieses unbebaute Land verfügte der Kaiser, und in seinem  Auftrag bestellten es die Grafen. Der Nutzen - die Jagd und evtl. die Waldweide - war gering. So waren die Grundherren wegen der Rentabilität an der Vergabe  als Lehensgut sehr interessiert.“

Lothar Reinhard, Die Ausbaussiedlungen um Winterbach  Winterbacher Heimat Heft 1

Zum ersten Mal schriftlich erwähnt wurde Rohrbronn im Jahre 1400 in einem Zinsbuch (Lagerbuch) der Vogtei Schorndorf. Zu diesem Zeitpunkt hatte Rohrbronn sieben Behausungen und war die Heimat von etwa 40 Bewohnern.